Du glaubst, dein Sternzeichen zu kennen?
Warum 80 % in Wahrheit ein anderes haben
Welches Sternzeichen bist du?
Was meint man mit „Sternzeichen“?
Die Frage „Welches Sternzeichen bist du?“ ist in der westlichen Welt sehr populär geworden.
Das liegt daran, dass die Massenmedien im Westen die Astrologie stark vereinfacht und zu einer Art Unterhaltung gemacht haben. So wurde ihr tieferer Sinn verwässert, indem man wöchentliche Horoskope veröffentlichte und die Eigenschaften der Tierkreiszeichen in nur fünf Zeilen beschrieb.
Unter dem Begriff „Sternzeichen“ versteht die westliche Presse das Tierkreiszeichen, das sich aus dem Geburtsdatum ergibt – genauer gesagt die Position der Sonne am Tag der Geburt. Das bedeutet: Das Sternzeichen ist das Tierkreiszeichen, in dem sich die Sonne an diesem Tag befindet. Grundlage dieses Verständnisses ist ein astrologisches Modell, das von Ptolemäus vor etwa 2000 Jahren beschrieben wurde und später zur Basis der modernen westlichen Astrologie wurde – im Gegensatz zur östlichen vedischen Astrologie, dem Jyotish.
Ptolemäus und der tropische Tierkreis

Ptolemäus verknüpfte den Beginn des Tierkreises mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche am 21. März. Vor rund 2000 Jahren ging die Sonne an diesem Tag tatsächlich im Sternbild Widder auf. Er teilte den Himmel in zwölf Abschnitte zu je 30 Grad. Daraus ergab sich die Definition des Sternzeichens anhand des Geburtsdatums. So wurde bestimmt: vom 21.03.–20.04. Sonne im Widder, 21.04.–20.05. im Stier, usw.
Astronomisch entsprach das damals auch der Realität: Am 21. März stand die Sonne wirklich im Widder, am 24. August in der Jungfrau.
Deshalb wurden vor 2000 Jahren am 21. März tatsächlich Menschen geboren, bei denen die Sonne am Anfang des Sternbildes Widder stand, und am 24. August Menschen mit der Sonne in der Jungfrau.
Präzession der Erdachse
Doch durch die Präzession der Erdachse verschiebt sich die Tagundnachtgleiche alle 72 Jahre um etwa 1 Grad. In den letzten 2000 Jahren hat sich der Himmel um ca. 24 Grad „verschoben“.
Das bedeutet: Seit ungefähr 1750–1800 Jahren werden am 21. März nicht mehr „Widder“, sondern „Fische“ geboren. Deshalb spricht man auch von der Ära der Fische. Erst in etwa 24.000 Jahren wird die Sonne am 21. März wieder im Widder aufgehen.
Das ist eine astronomische Tatsache.
Im Modell des Ptolemäus wird die Präzession der Erdachse nicht berücksichtigt. Das nennt man den tropischen Tierkreis.
In den heutigen Jahren steht die Sonne am 21. März nicht im Widder, sondern auf 6 Grad Fische.
Jedes Tierkreiszeichen umfasst 30 Grad. Das bedeutet, dass die Sonne am 21. März um 24 Grad vom Zeichen Widder entfernt ist.

Warum viele sich nicht im Sternzeichen wiederfinden
Dies erklärt, warum viele Menschen sich nicht in den Eigenschaften ihres sogenannten Sternzeichens nach Ptolemäus wiederfinden. Tatsächlich werden etwa 80 % der Menschen mit der Sonne in einem anderen Zeichen geboren, als es das westliche Modell vorgibt.
Am Ende des Artikels findest du eine Tabelle mit den tatsächlichen Stellungen der Sonne je nach Datum. Das lässt sich leicht prüfen – entweder mit einem Blick durch ein Teleskop am Geburtstag oder über eine App wie „Night Sky“, die den aktuellen Sternenhimmel zeigt.
Unser Zeitalter wird deshalb auch das Zeitalter der Fische genannt, weil die Sonne zum Zeitpunkt der Frühlings-Tagundnachtgleiche in den Fischen aufgeht.Im Widder wird die Sonne das nächste Mal erst in ungefähr 24.000 Jahren aufgehen.
Meine persönliche Erfahrung
Auch ich konnte mich nie im Sternzeichen der westlichen Astrologie wiederfinden. Laut meinem Geburtsdatum (Mitte Juni) sollte meine Sonne in den Zwillingen stehen. Doch ich fand keinerlei Eigenschaften der Zwillinge in mir. Das führte zuerst zu einem inneren Zwiespalt und später zur Enttäuschung über die Astrologie.
Erst mit über 40 Jahren entdeckte ich mein vedisches Geburtshoroskop – und plötzlich ergab alles Sinn. Meine Sonne steht im Stier, und in meinem gesamten Horoskop gibt es keine einzige Position in Luftzeichen. Zwillinge passen daher überhaupt nicht zu mir. Meine Seele hat sich für dieses Leben die Aufgabe gewählt, Qualitäten der Luftzeichen erst Schritt für Schritt zu entwickeln.
Das ist schon ein ganz anderer Blickwinkel – sich darüber zu ärgern, dass man etwas nicht hat, was man doch eigentlich haben sollte (woher sollte da ein starkes Selbstwertgefühl kommen?!) – oder zu wissen, dass es genau die Qualitäten sind, die man in sich entwickeln darf. Schritt für Schritt, indem man Neues lernt, so wie ein Kind das Gehen lernt und sich nicht darüber ärgert, dass es dies nicht von Geburt an kann.

Warum manche dennoch ihr Sternzeichen fühlen
Dafür kann es zwei Gründe geben:
- Die Geburt eines Menschen fällt in jene 6 Grad, die zum jetzigen Zeitpunkt noch übereinstimmen. So wie im Beispiel mit dem Widder: Menschen, die zwischen dem 14. April und dem 20. April geboren werden, haben tatsächlich die Sonne im Zeichen Widder stehen – und das deckt sich mit dem von der westlichen Modellvorstellung angegebenen Zeitraum (21.03–20.04). In diesem Fall können die Menschen die Eigenschaften des Widders tatsächlich in sich erkennen.
- Auch wenn die Sonne tatsächlich bereits in das Nachbarzeichen „hinübergerutscht“ ist – wie in unserem Beispiel: am 21. März steht die Sonne in den Fischen und nicht im Widder und stimmt somit nicht mit dem ptolemäischen Westmodell überein – kann es sein, dass im Horoskop einer Person andere Planetenstellungen im Widder vorhanden sind: Mond, Merkur, Jupiter, Ketu, Mars, Venus oder auch im entsprechenden Haus. Dann kann man sich ungefähr in der Beschreibung des Widders wiederfinden – über den Aspekt der jeweiligen Planeten im Horoskop. Doch dies bleibt eine einseitige Deutung, die nur in groben Zügen übereinstimmt.
Darin besteht die Schwierigkeit des Begriffs Sternzeichen: Menschen können entweder enttäuscht sein oder ihre Persönlichkeit „zurechtbiegen“, um sich Eigenschaften anzupassen, die ihnen eigentlich gar nicht entsprechen. Letzteres bedeutet, dass ein Mensch eine Maske trägt und nicht sein eigenes Leben lebt – und dadurch in einen inneren Konflikt gerät zwischen dem, was er über sich denkt, und dem, wer er in Wirklichkeit ist.
In jedem Fall ist jeder Mensch ein unglaublich vielschichtiger, einzigartiger „Cocktail“, der sich niemals wiederholen lässt – und erst recht nicht in ein kurzes Sternzeichen-Profil in irgendeinem Boulevard-Unterhaltungsblatt hineingepresst werden kann. Können denn wirklich 8.000.000.000/12 – also jeweils rund 700 Millionen Menschen – einander gleichen?
Dich beschreiben zehn Positionen in deinem Geburtshoroskop. Eine vollständige Deutung des Geburtshoroskops umfasst mehr als 40 Seiten im A4-Format! Vergleiche das einmal mit der Beschreibung des Sternzeichens, die du bestimmt schon gelesen hast.
Die Falle des Begriffs „Sternzeichen“
Ich sage immer: Man muss nicht „an Astrologie glauben“ – man sollte sie an sich selbst überprüfen.
Darum habe ich ein praktisches, preiswertes Selbsterkenntnis-Programm entwickelt, das aus sechs Teilen besteht. Schritt für Schritt kannst du dich darin mit deinem vedischen Geburtshoroskop beschäftigen – vom Aszendenten bis zu den karmischen Knoten Rahu und Ketu. So entdeckst du dein wahres, einzigartiges Selbst.
Mein liebevoller Hinweis
Beginne dein Studium mit der ersten Schicht: deinem Aszendenten. Dafür gibt es zwei Wege:
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Sternzeichen oder Aszendent?
Wo liegt der Unterschied?
Der Aszendent und das Sternzeichen bezeichnen unterschiedliche Phänomene und werden auf verschiedene Weise bestimmt.

